Feder & Schwert

Rollenspiel

Um zu verstehen, was Rollenspiele sind, muß man nur an seine Kindheit und die zahllosen Nachmittage zurückdenken, die man damit zugebracht hat, Räuber und Gendarm oder Cowboys und Indianer zu spielen. Vielleicht gab es ja sogar irgendwo im Haus – Dachböden oder Keller bieten sich an – die eine oder andere Kiste mit Stoffresten, ausrangierten Vorhängen und aus der Mode gekommenen Klamotten, mit denen man spielen durfte und mit denen sich die ein oder andere Zeitreise, ja sogar ein Weltenwechsel trefflich umsetzen ließen. All das ist Rollenspiel, eine Art natürlicher, spontaner Schauspielerei und ideales Ventil für kindliche Phantasie.Rollenspiele sind Spiele des So-tuns-als-ob, der Vortäuschung, des Erzählens. Dabei übernehmen die Spieler die Rollen imaginierter, meist auch fiktiver, Charaktere und erleben – selbst handelnd – Abenteuer in einer phantastischen Welt. Es gibt also in aller Regel weder Spielbrett noch Karten. Allerdings treten bei unseren Spielen an die Stelle der spontan improvisierten Spiele etwas koordiniertere. Der Stellenwert der Regeln kann von Spiel zu Spiel und von Genre zu Genre sehr stark variieren.Zwei Säulen stützen diese Spielform: die eigene Phantasie und ein Regelwerk, das das Spiel strukturiert und ihm Grenzen setzt. Entscheidend bei dieser Spielform ist, daß es keine klar definierte, vergleichsweise simpel formulierbare Siegbedingung im Sinne von „Wer den gegnerischen König matt setzt, hat gewonnen“ oder „Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt“ gibt. Im Gegensatz zu diesem vom klassischen Gesellschaftsspiel bekannten Element beziehen Rollenspiele ihren Spielspaß aus dem Spielerlebnis selbst. Wichtige Bestandteile dieser Spielform sind:
  • Soziale Interaktion
  • Virtuelle Spannungsszenarien
  • Die Verwandlung des Ich in andere Gestalten
  • Das virtuelle Erleben von und Agieren an anderen Schauplätzen
  • Erfolgreiches Lösen gestellter Aufgaben
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