Interview: Felix Münter

Guten Morgen, ihr neugierigen Leseratten!

Heute möchten wir euch ein Interview mit unserem Autor Felix Münter zeigen, das er uns extra für diesen Adventskalender gegeben hat. Felix ist Autor des fünften Splittermond-Romans “Kalt wie Eis”, der temperaturmäßig prima zum Dezember passt.

Wir wünschen viel Spaß und hoffentlich interessante Einblicke!


 

1. Wie bist du an das Schreiben deines Splittermond-Romans „Kalt wie Eis“ herangegangen – war es für dich schwieriger oder leichter, in einer bereits existierenden Welt zu schreiben, anstatt in einer selbst ausgedachten? Hast du als Vorbereitung mal eine Runde gespielt?

Zu meiner Schande muss ich zugeben, dass ich zwar auf zwei Jahrzehnte Rollenspielerfahrung zurückblicken kann, in dieser Zeit aber nicht einmal Splittermond gespielt habe. Nicht, dass ich es auch in Vorbereitung auf den Roman nicht gerne getan hätte, die Gelegenheit hat sich einfach nicht ergeben. Was die Schwierigkeit des Schreibens angeht, so existiert die Welt natürlich schon, die Region war aber noch recht “weiß”. Sicher, es gab ein paar Rahmendaten, aber abgesehen davon hatte ich alle Freiheiten – und war und bin dankbar, dass man mich hat machen lassen :). Im Grunde ist es für mich einfacher, eigene Welten zu erschaffen, als sich in bestehende Szenarien einzufügen. Die Gefahr, dabei eben etwas zu übersehen ist enorm groß.

2. Du postest fast jeden Morgen ein Selfie – was hat es damit auf sich?

Auf meinem Weg zur Arbeit gibt es erstaunlich wenig morgendliche Motive. Und tatsächlich sind die wenigen Minuten zwischen Bus und Bahn auch die, in denen ich wirklich Zeit habe, ein Posting abzusetzen. Das ganze begann damit, dass ich bemerkte, dass die Leute viel mehr mit dir interagieren, wenn du nicht nur reinen Text postest (zu berichten gibt es ja irgendwie jeden Tag etwas) sondern auch ein Bild dazu packst. Einige Zeit habe ich es mit anderen Motiven versucht, aber wie gesagt, viel davon gibt es auf dem Weg nicht. Also ging ich irgendwann zu einem Selfie über. Mittlerweile ist das Tradition geworden an die nicht nur ich mich wohl sehr gut gewöhnt habe. Abgesehen davon sind diese Selfies ja auch ein bisschen Zeugnis darüber, wie es einem über das Jahr so ging. Vielleicht sollte ich aus ihnen mal eine Slideshow machen?

3. Du hältst regelmäßig „Reading & Cigars“-Abende. Wieso Zigarren? Rauchst du zu Weihnachten Lebkuchen-Zigarren?

Ich habe eine recht intensive (andere würden sagen: übertriebene) Verbindung zur Zigarre. Möglicherweise bin ich hier ein Anachronismus, früher gab es ja nicht wenig Autoren und Schriftsteller, die dem Tabak zugeneigt waren. Ich muss aber auch sagen, dass ich davon abgesehen keine anderen Laster habe, Alkohol ist für mich tabu. Warum also die Kombination zwischen Buch und Zigarre? Eine Zigarre braucht Zeit. Sie entschleunigt und entspannt – und das sollte eine Geschichte doch auch, oder nicht? Eine Kombination von zwei Dingen, an denen ich Spaß habe, schien mir nur logisch und folgerichtig. Es gibt tatsächlich Zigarren mit einem Hauch von Lebkuchen und Gewürzen. Spannende Dinger, die aber nur zu dieser Jahreszeit gut gehen.

4. Musik spielt in deinem täglichen Leben eine große Rolle, wenn man nach deinen Facebook-Posts geht – was ist dein absolutes Lieblingslied und gibt es eine Playlist, die du zum Schreiben (von Splittermond) hörst?

Meine Lieblingslieder wechseln immer wieder stark. Das ist ja das schöne an Musik, man entdeckt jeden Tag etwas Neues, wenn man nur will. Aktuell wäre es wohl “Dance into the Light” von Phil Collins. Das Lied versprüht einfach genau diese Art von guter Laune, die ich in der dunklen Jahreszeit brauche. Beim Schreiben läuft tatsächlich immer Musik über die Kopfhörer und in den meisten Fällen handelt es sich um rein instrumentelle Stücke. Alles andere lenkt mich zu sehr ab. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen, manchmal ist Gesang genau das, was man in einigen Szenen braucht. Was Splittermond anging, so lief währenddessen eine Menge Wardruna und Danheim. Passte in meiner Vorstellung sehr gut.

5. Gibt es etwas, das du unbedingt jeden Dezember tun musst?

Im Weihnachtsstress nicht verrückt werden? Nein, ernsthaft: ich habe wenige Rituale, was diesen Monat betrifft 🙂

6. Worauf freust du dich 2019?

Auf ähnlich viele Bücher wie in 2018. ich denke, das ist eine Herausforderung, aber eine, die ich gerne annehme …


 

Vielen Dank, lieber Felix, für dieses Interview! 🙂

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