Interview: Helmut Barz

Ihr lieben Adventskalenderleser*innen,

heute präsentieren wir euch ein Interview mit Helmut Barz, seines Zeichens Krimiautor, der seinen ersten Urban-Fantasy-Krimi nächstes Jahr bei Feder & Schwert veröffentlichen wird.

Aus dem Klappentext:

Mein Name ist Eshr’el. ich bin ein Dämon.

Seit 216 Jahren sammle ich schwarze Seelen für die Armee meines Herrn: Ich kläre grausame Verbrechen auf und töte die Täter. Sex und Zuckerwasser halten mich bei Kräften.

So weit, so gut, so einfach. Nie hätte ich damit gerechnet, dass eine schwarze Seele eines Tages den Spieß umdreht: Sie jagt mich – und den einzigen Menschen, der mir etwas bedeutet.

Warum muss ich mich verlieben? Warum an Menschlichkeit erkranken – ausgerechnet jetzt?

DIES IST MEINE GESCHICHTE.

 

Und ohne weiteres Geplänkel hier das Entweder-Oder-Interview:

Bücher oder Musik?

Bücher.

Ein Autor, der nicht selber liest, bringt sich nicht nur um sein Vergnügen, sondern verhält sich auch unkollegial.

Außerdem bin ich süchtig: Worte sind die Droge meiner Wahl. Romane, Sachbücher, Zeitschriften, Zeitungen, Blog-Einträge, Nachrichten-Sites von Politik bis Klatsch & Tratsch, Social Media-Posts, Broschüren, Bedienungsanleitungen – ja, selbst die Liste der Inhaltsstoffe auf einer Shampoo-Flasche ist nicht sicher vor mir.

Umso erstaunter war ich über den folgenden Dialog mit einer jungen Frau nach einer meiner Lesungen – und nein, den habe ich mir nicht ausgedacht und sie war auch keine zehn, sondern durchaus im jüngeren Erwachsenenalter.

Sie: „Ich möchte gerne schreiben.“
Ich: „Gute Idee. Und was?“
Sie: „Ich weiß nicht. So ein Buch halt.“
Ich: „Was lesen Sie denn gerne?“
Sie: „Wieso lesen? Muss ich zum Buchschreiben lesen?“
Ich: „Ja. Natürlich.“
Sie: „Lesen ist doch doof.“ (genervtes Seufzen, als ich ihr nicht zustimme) „Und was so?“

An dieser Stelle habe ich mir wieder einmal gewünscht, so schlagfertig zu sein wie meine Romanfiguren. Doch anstatt eines geistreichen Aperçus kam nur ein „Äh … Tja…“ über meine Lippen.

 

Kampfpanda oder Känguru?

Als Gegner? Vielleicht lieber das Känguru. Die sind zu sprunghaft, um ernsthafte Gegner zu sein. Pandas können hingegen äußerst garstig werden.

Als Partner? Dazu darf ich an dieser Stelle keine Aussage treffen, sonst werde ich geboxt.

Als Reinkarnation? Kampf-Panda. Eindeutig. Essen, schlafen, Schneeschweine vermöbeln: So stelle ich mir ein glückliches Leben vor.

 

Gift oder Knarre?

Gift. Knarren machen immer so eine Sauerei. Blut, Hirnmasse und Knochensplitter setzen sich wirklich überall fest. Das will doch niemand wegputzen.

 

Last Christmas oder Stille Nacht, Heilige Nacht?

Das ist mir eigentlich egal. Ich kann mein Gehör abschalten – und tue es bei Weihnachtsmusik eigentlich immer, wenn nicht gerade Bad Religion aufspielt: https://www.youtube.com/watch?v=LzZox_hE4eY

 

Vanillekipferl oder Einhornkekse?

Weder noch. Wenn Kekse, dann Mürbchen!

Mürbchen, wie meine Uroma sie buk
(dankenswerterweise aufgezeichnet von meiner Tante)

Man nehme:

300 g Mehl
200 g gute Butter
100 g Zucker
2 Eigelb
etwas abgeriebene Zitronenschale

Die Zutaten zu einem schönen Teig verkneten. Ausrollen und mit einem Glas die Kekse ausstechen (sieht am besten aus). Die Keksrohlinge auf Backpapier ausbreiten und mit “Eigelb/Milch”-Mix bestreichen. Bei 200 Grad Celsius (Umluft: 175 Grad Celsius) auf mittlerer Schiene backen, bis sie eine hellgoldbraune Farbe haben (geht ziemlich schnell).

Das Eiweiß lässt sich übrigens zu Baisers oder Eggwhite-Omletts (gut für’s Cholesterin) verarbeiten oder schlagen und unter einen Pudding heben.

 

Baum oder Kranz?

Zu Weihnachten? Kein Weihnachten ohne Weihnachtsbaum! Leider sind meine Zwergtannenexperimente auf meinem Balkon gescheitert, sodass es leider doch ein geschlagener sein muss. Oder ich finde eine Quelle für kleine Tannen mit Wurzelballen, sodass ich das Bäumchen später auswildern kann.

Zu meiner Bestattung? Baum, bitte. Eiche, wenn es geht. Ich will meinen Baum in einem Friedwald. Dann kommen meine Angehörigen wenigstens mal raus an die frische Luft.

 

Mistel- oder Stechpalmzweige?

Mistel. Ich knutsche gerne. Und nach den Festtagen lässt sich daraus auch der eine oder andere Zaubertrank brauen.

Fun fact: „Die Stechpalme ist ein Kraftbaum für Menschen, die zu Ärger, Lieblosigkeit, Rachsucht, Bitterkeit, Jähzorn und Aggressionen neigen.“ Also ein echtes Arschloch-Gemüse.

 

Ein Mann, der backen und schreiben kann – was braucht man mehr?

“Ein dreckiger Job” erscheint im Januar 2019!