Roll Inclusive-Crowdfunding gestartet

Im November des letzten Jahres hatten wir es bereits angekündigt und heute ist unser Crowdfunding endlich gestartet! Ein weiteres Sachbuch zum Thema Rollenspiel befindet sich damit auf dem Weg, und für seine letztendliche Umsetzung brauchen wir eure Hilfe. Wer schon weiß, worum es geht, der benutze gerne direkt diesen Link direkt zum Crowdfunding:
Roll Inclusive jetzt auf Kickstarter unterstützen

Alle, die vorher noch ein bisschen mehr wissen möchten, bekommen hier den Schnellüberblick.

Darum geht es bei Roll Inclusive

Roll Inclusive: Diversity und Repräsentation im Pen-&-Paper-Rollenspiel | Illustration und Coverdesign von Peter Hoffmann

Vor einigen Monaten traten die Autor*innen und Rollenspieler*innen Judith Vogt, Aşkın-Hayat Doğan und Frank Reiss mit einer Projektidee an uns heran – sie hatten sich bereits zuvor mit dem Thema Diversität im Rollenspiel beschäftigt und auf der Feencon 2018 einen Workshop dazu gehalten. Nun sollte aus dem Experiment etwas Dauerhafteres entstehen, nämlich ein Essayband, in dem ein möglichst umfangreicher Rundum-Überblick über das Thema geliefert werden sollte. Wir im Verlag waren sehr begeistert von der Idee und sofort mit an Bord.

Im Einzelnen werden die in dem fertig konzipierten Band enthaltenen Essays sich nun mit folgenden Themen beschäftigen:

1) Frank Reiss: Warum wir eine bessere Repräsentation von Vielfalt im Rollenspiel brauchen

Zu Beginn sollen die Begriffe Diversity und Repräsentation mit Leben gefüllt werden. Außerdem wird den Fragen nachgegangen, welche Auswirkungen es hat, wenn bestimmte Personengruppen immer wieder über negative Stereotype dargestellt werden.

2) Giulia Pellegrino: Sein als ob – Aneignung und Aushandlung von Identität in RPGs

Warum macht uns spielen eigentlich Freude und was passiert in unserem Kopf, wenn wir andere Rollen einnehmen als unsere eigenen?

3) Guddy Hoffmann-Schoenborn: Das Spiel mit eingefahrenen Rollenbildern – Ganz schön hässlich?

Rollenspiel und Rollenbilder – wie werden Charaktere dargestellt, wozu dienen Stereotype und was ist gewonnen, wenn man sie aufbricht?

4) Lena Falkenhagen: Die politische Dimension des Rollenspiels

Ist Rollenspiel ein politisches Hobby? Wie politisch soll / darf Rollenspiel sein?

5) Mike Krzywik-Groß: Kritischer Treffer? Kritisches Weißsein! Rassismuskritisches Denken und Handeln im Rollenspiel

Was ist Rassismus, warum leben wir auch in postkolonialer Zeit noch immer in einem rassistischen System, und warum hilft es uns, das auch in unserem Lieblingshobby zu reflektieren?

6) Aşkın-Hayat Doğan: People of Color zwischen Othering und adäquater Repräsentation

Inklusive Darstellung und sensible Repräsentation von People of Color in Rollenspielprodukten und am Spieltisch.

7) Oliver Baeck: Liebesgrüße von der Lebkuchenperson. Geschlechtervielfalt im Rollenspiel

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Rollenspielwelten und wie eine entspannte Darstellung im Rollenspiel möglich ist.

8) David Grade: Psychisch erkrankte Held*innen

Psychische Erkrankungen sind kein seltenes Thema in Rollenspielen. Wie kann ich mich dem Verständnis psychischer Erkrankungen sensibel nähern?

9) Heike Kamaris: Menschen mit Behinderung im Rollenspiel

Wie werden Menschen mit Behinderung in Rollenspielsettings, Produkten und am Spieltisch repräsentiert und dargestellt? Wie könnte eine angemessenere Repräsentation aussehen?

10) Christian Vogt: Der offene Tisch – Accessibility in einem kommunikativen Hobby

Wie kann mit Seh- und Hörbehinderungen oder Sprachstörungen am Spieltisch umgegangen werden? Wie kann man Rollenspielmaterial zugänglicher gestalten?

11) Judith Vogt/Frank Reiss/Aşkın-Hayat Doğan: Intersektionalität am Spieltisch

Was ist Intersektionalität und inwiefern stellen mehrere Einschränkungen und Marginalisierungen größere Herausforderungen dar als „die Summe ihrer Teile“?

12) Judith Vogt: Auf Augenhöhe – Von Hierarchie, Community-Standards und was Feminismus damit zu tun hat

Wie ist das Machtgefüge zwischen der Spielleitung und den Spieler*innen und wie können wir das Miteinander sicherer machen?

13) Elea Brandt: Kultursensibler Weltenbau

Stereotype gelten nicht nur für Charaktere, sondern betreffen auch ganze fiktive Welten, Länder und Kulturen. Wie kann ich mich an Fremdes herantasten, ohne übergriffig zu werden?

14) Aurelia Brandenburg: „Das war halt so“ – Zur Problematik von historischer Korrektheit, Authentizität und Phantastik

Viele Rollenspielsettings sind an reale historische Epochen angelehnt. Wie wir im Spannungsfeld von dem Empfinden historischer Korrektheit und der Entfremdung ins Phantastische gefangen sind.

15) Ben Maier: Illustration – Visuelle Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Stereotypen und Vielfalt

Illustrator Ben Maier führt uns hinter die Kulissen von Rollenspielprodukten.

16) Avery Alder: Queering Game Design (Talk-Transkription)

Die Gamedesignerin und Autorin Avery Alder (Monsterhearts, Ein Ruhiges Jahr, Dream Askew, …) gibt spannende Einblicke hinter die Kulissen der Rollenspielentwicklung und zeigt, wie z.B. queere Themen auch über spezielle Spielmechaniken am Spieltisch erlebbar werden.

17) Lena Richter: Toolkit und Nano-Games

Eine Sammlung von direkt nutzbaren Werkzeugen für eine bessere Repräsentation am Spieltisch sowie neu entwickelte Nano-Games.

Das Cover

Da wir besonders glücklich mit unserem wunderschönen Cover sind, möchten wir es hier noch mal in all seiner Größe zeigen. Die Illustration verbildlicht das Thema in sehr gelungener Weise, wie wir finden.

Das Cover von “Roll Inclusive: Diversity und Repräsentation im Pen-&-Paper-Rollenspiel” | Illustration und Design von Peter Hoffmann

Das Crowdfunding

Das Crowdfunding wird bis zum 28. Februar laufen, so lange könnt ihr mitmachen und euch eine der gebotenen Belohnungen sichern! Die Standardversion des Buches wird eine Taschenbuchausgabe werden (20 Euro), der eine Hörbuchversion (als MP3) automatisch ohne Aufpreis beiliegen wird, um das Buch so zugänglich wie möglich zu machen. Selbstverständlich wird es auch eine E-Book-Version geben, die entweder für 15 Euro allein oder für 25 Euro im Paket mit der Print-Version geordert werden kann.

Wenn ihr uns mit höheren Beträgen unterstützen möchtet, gibt es auch dafür natürlich Möglichkeiten: Für 40 Euro gibt es zusätzlich zum Taschenbuch und E-Book noch ein Goodie-Paket dazu, und für 100 bzw. 300 Euro wird sogar das Redaktionsteam persönlich mit euch in Kontakt treten und mit euch entweder Nano-Games spielen oder für euch einen Diversity-Workshop (natürlich inkl. Nano-Games) abhalten (das letztere Angebot ist allerdings auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen beschränkt).

Dieses Projekt liegt allen Beteiligten sehr am Herzen, da wir hoffen, hiermit einen Beitrag zu einer gerade sehr prominenten öffentlichen Diskussion leisten zu können. Wir denken, es hat das Potenzial, neue Denkanstöße zu liefern und Horizonte zu erweitern und damit die (Rollenspiel-)Welt im Idealfall ein kleines bisschen besser für alle zu machen. Wir haben den Weg über Crowdfunding gewählt, da das Projekt gleichzeitig auch ein hohes Risiko darstellt, da wir nicht gut abschätzen können, auf wie viel Interesse das Thema treffen wird (denn ein solches Projekt hat es unseres Wissens nach bisher weder in Deutschland noch international jemals gegeben). Zudem sind die Produktionskosten aufgrund der vielen verschiedenen Beteiligten relativ hoch, weshalb wir hoffen, dass möglichst viele von euch uns dabei helfen werden, das Projekt zu stemmen. Wir denken, euch dafür ein attraktives Bündel geschnürt zu haben und freuen uns nun auf das, was da kommen mag!

Hier könnt ihr mitmachen:

Roll Inclusive auf Kickstarter unterstützen

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und ganz besonders, wenn ihr mitmacht! 🙂